von Anfang an Dies und das Meeresgetier Drumherum Bebildertes zu guter Letzt
© Boramaniac 2013 
Köhler (lat.Pollachius virens) norw. Sei Vorkommen: Nordatlantik, Nordsee, Ostsee (selten) Lebensweise: pelagischer Schwarmfisch, der sich vorwiegend in Tiefen bis etwa 300m aufhält, ist aber meist flacher zu finden (Oberfläche bis etwa 60m) Alter/Größe: Der Köhler erreicht ein Alter von etwa 25-30 Jahren und ein Gewicht von ca. 20kg bei einer Länge bis 140cm, wobei einige auch deutlich größer werden können (wenn auch sehr selten). Der aktuelle norw. Rekordfisch wog bei einer Länge von 122cm 22,70kg. Nahrung: Garnelen, Kleinkrebse, Fischbrut, Kleinfische. Größere Exemplare sind gefräßige Räuber die sich von Sprotten, Heringen, Wittlingen und jeglichen Kleinfischen (auch der eigenen Art) ernähren. Allerdings kommt es auch vor das sich sehr große Exemplare (z.b wenn das Angebot an geeigneten Futterfischen fehlt) längere Zeit von Leuchtgarnelen ernähren, denen sie bei den täglichen Vertikalwanderungen folgen und dann tagsüber meist in Tiefen jenseits 150m zu finden waren, während wir sie in der Dämmerung im Öberflächenbereich (5-20m, über Wassertiefen bis über 400m) fangen konnten. Angelmethode: Spinnangeln vom Ufer als auch vom Boot, Pilken mit geeigneten Systemen oder nur mit schnellgeführtem Pilker (Speed-Pilken im Freiwasser), Naturköderangeln mit Fischstücken, ganzen Köderfischen und Krebsen/Garnelen und zuguterletzt ist selbst das Fliegenfischen an Untiefen, Straumen und steilabfallenden Kanten möglich.Geangelt wird vom driftenden Boot (bei Gezeitenwechsel 3 Std. vor bis 2 Std. nach Hochwasser). Der Pilker wird in Driftrichtung voraus geworfen. Wenn das Boot den Eintauchpunkt des Pilkers erreicht hat und die Schnur nahezu senkrecht am Boot in die Tiefe zeigt wird der Pilker zügig eingeholt. Die Bisse sind meist recht heftig (Anhieb nicht nötig) und die erste Flucht kommt meist zeitgleich mit dem Biß. Wer dann versucht den Fisch mit Gewalt zu stoppen hat meist das "Nachsehen". Die Bremse sollte so eingestellt sein, dass der Fisch problemlos Schnur nehmen kann. Durch den großen Druckunterschied ermüdet der Fisch und kann ausgedrillt werden. Das größte Problem ist es den Schwarm aufzuspüren, also ist "Suchen" angesagt. Faustregel: Nicht länger als 20min. an einem Platz aufhalten wenn kein Biß in dieser Zeit erfolgt. Sind die Fische ersteinmal gefunden und in "Beißlaune", kann man wahre "Sternstunden" erleben. Den Drill eines "Havsei" (so nennt man die Großköhler) an leichtem Gerät wird man sicher nicht vergessen. Die Saison für diese Angelei erstreckt sich von Juni bis Oktober, wobei es witterungsbedingt zu Abweichungen kommen kann. Top Reviere sind vom Raum Bergen bis Trondheim, die Fjorde Westnorwegens. Doch auch weiter nördlich sind solche Fänge möglich.
Gerät: Wir verwenden mittlere Spinnruten von 2,40-2,75m Länge und Wurfgewichten bis 100g, meist 270cm mit Wg von 20-60g. Als Rollen können Multirollen (mit hoher Übersetzung und einer Schnurfassung von min. 200m 0,40mm mono.) oder Stationärrollen der Größe 4000-6000 (Schnurfassung min. 300m 0,30mm mono.) verwendet werden. Wichtig ist eine gutgehende und möglichst ruckfrei laufende Bremse. Als Schnur kann monofile oder geflochtene verwendet werden, doch ziehe ich monofile vor da durch die fehlende Dehnung bei Geflechtschnüren deutlich mehr Fische verloren gehen als bei der monofilen. Folgende Schnurstärken kommen zum Einsatz: geflochten 0.15-0.20mm (7-13kg) monofil 0.28-0.35mm (6-10kg). Als Köder werden schnellsinkende Modelle von 50-100g verwendet. Die Farbe des Pilkers kann mit zunehmender Tiefe vernachlässigt werden. Anders bei der Pilkerform, denn da hatten schlanke Modelle über die Jahre hinweg deutlich "die Nase vorn".
Typischer Angelplatz zum "Speed-Pilken"
Pollack (lat. Pollachius pollachius) norw. Lyr
Vorkommen: Nordatlantik (frz. Atlantikküste bis Nordnorwegen, Island), Nordsee, Kattegat Lebensweise: Küstenregion (Schelf) bis in etwa 200m, häufig an Steilufer mit Algen-und Tangbewuchs, hält sich gern an Unterwasserbergen,Wracks und Ölplattformen auf. Alter/Größe: Der Pollack erreicht ein Alter von etwa 8 Jahren und eine Größe von 70-80cm bei etwa 3-5kg, wobei einzelne Exemplare 130cm Länge bei bis zu 15kg Gewicht erreichen. Der aktuelle norwegische Rekord liegt bei 12,8kg von 2001. Lebensweise/Nahrung: Kleinere Exemplare halten sich die ersten 2-3 Jahre im Freiwasser (pelagisch) auf und sind oft in Schwärmen gleichalter Köhler zu finden. Größere Exemplare sind oft in Gruppen anzutreffen und ernähren sich hauptsächlich von Fischen (Heringsartige, Sandaale) und Garnelen. Einzelne oft große Exemplare finden sich oft in der Nähe von Fischschwärmen (Köhler, Makrele, Hering) und sind dann meist am Rand oder unter dem Schwarm zu finden. Die Laichzeit erstreckt sich von Januar-Mai in 100-150m Tiefe.
Angelmethoden: Spinnfischen vom Ufer mit den geläufigen Meerforellenködern. Auch die Angelei mit Pose und Fischfetzen kann Erfolg bringen. Als eine der besten Methoden hat sich das Angeln mit kleinen Ködern (6-12cm) an steil abfallenden Uferzonen bewährt. Dabei werden die Twister und Gummifische von etwa 6-12cm an Jigköpfen von (20-40g je nach Wassertiefe) einfach zum Grund abgelassen und relativ langsam eingeholt. Die Bisse kommen oft sehr vorsichtig und es fühlt sich an als würde man den Köder durch "Kraut" ziehen. In dem Fall sollte man sofort anschlagen, denn Pollacks schwimmen oft mit dem Köder im Maul mit. Auch beim "Speed-Pilken" auf Köhler gehen immer wieder teils große Pollacks an den Haken. In der Hauptsaison von Juni-September sind die Fische von der Uferzone bis in etwa 40m, seltener auch bis 60m zu finden. Außerhalb dieser Zeit ist die Angelei oft deutlich schwieriger, da die Fische dann meist tiefer (ab 60m) stehen. Gerät: Spinnrute 240-270cm, Wg 30-60g; Rolle: Stationär- oder Multirolle mit einer Schnurfassung von min. 200m 0.30er monofil.
Typische Pollack-Platz, das Wasser ist etwa 30m tief und an der Uferlinie ist deutlich Algen-& Tangbewuchs sichtbar
            Hier findet ihr viele Informationen zur Lebensweise der einzelnen Fische, die um die Insel Voksa zu fangen sind. Gleichzeitig werden Methoden und                                    Köder aufgeführt, die sich bereits als fängig herausgestellt haben...
Schnur geflochten 0.12-0.15mm (6-8kg). Eine weitere Möglichkeit ist das Schleppen mit Wobblern an steilabfallenden Uferzonen. Dabei werden Wobbler mit 10-15cm und einer Lauftiefe von 3-6m im Abstand von etwa 20-30m mit einer Geschwindigkeit von etwa 2-3kn. hinter dem Boot parallel zum Ufer geschleppt.
Dorsch (lat. Gadus morhua) norw. Torsk Vorkommen: Nordatlantik, Nordsee, Ostsee Größe/Alter: Dorsche erreichen eine Länge von 2m und ein Gewicht von über 50kg (größtes nachgewiesenes   Gewicht 96kg!) doch sind Exemplare dieser Größenordnung sehr selten. Die durchschnittliche Größe liegt bei etwa 50-70cm und 2-3kg, wobei immer Fische von über 1m möglich sind. Der aktuelle norw. Rekord wurde 2012 gefangen und wog 41,72kg. Mittlerweile wurde ein Dorsch von 160cm und 47kg gefangen, der noch bestätigt und in die Liste aufgenommen werden muß. Lebensweise: Dorsche kommen in Brack- und Meerwasser vor und halten sich in den verschiedensten Tiefen (Uferzone-600m) auf, bei einem markierten Exemplar konnte eine Tauchtiefe von                     1000m nachgewiesen werden. Dorsche können je nach Lebensraum verschieden gefärbt sein, vom rötlichen "Tangdorsch" bis zum sehr hell gefärbten "Freiwasser Dorsch" (beides keine eigenen Arten!). Auch werden verschiedene Dorschstämme unterschieden, vom standorttreuen Dorschen innerhalb der Fjorde bis hin zum sogenannten Kabeljau (norw. Skrei) der lange         Laichwanderungen unternimmt. Die Fische leben sowohl  (hauptsächlich) in Grundnähe als     auch im Freiwasser (pelagisch). Die Gründe dafür können u.a. Sauerstoffmangel, die     Nahrungssuche und das Laichgeschäft sein.          Nahrung: Krill, Krebstiere, Würmer, Kleinfische, Muschel, Heringe, Lodden, andere      Dorschartige und auch Artgenossen.
Dorschköder zum Pilken (o.) und zum Spinnangeln vom Ufer (u.)
Angelmethoden: Pilker, Naturköder, Gummiköder, Paternoster-Montagen. Gerät: Angeln vom Ufer (Strand,Mole): Grundrute/Brandungsrute 3-5m, Wg 100-300g, Stationärrolle mit ausreichend Schnurfassung und hoher Übersetzung, monofile Schnur 0.35-0.60mm, Naturköder-Montagen, Haken 3/0 - 6/0. Als Köder eignen sich Fischfetzen, Krebse, Wattwurm, Seeringelwurm; Spinnrute 240-330cm Wg von 30-100g, Stationär- oder Multirolle mit min. 200m 0.30er Schnurfassung, Schnur mono. 0.25-0.35mm oder geflochten 0.12-0.20mm. Köder: Küstenwobbler bis 50g, Pilker 30-100g, schlanke Blinker 20-50g. Angeln vom Boot: Pilkrute 210-300cm, Wg leichte 30-150g ,mittlere 100-300g, schwere 15-30lb. (bis 700g); Rollen: mittlere bis große Stationärrolle, mittlere Multirolle; Schnur: monofil 0,35-0,50mm oder geflochten 0,15-0,25mm; Köder: Pilker von 30-500g (teilw. auch schwerer) Gummifische von 10-40cm (20-700g). Ebenfalls ist das Naturköderfischen vom Boot möglich: Köder ganze Fische (z.B. Hering) oder Fischstücke. Verwendet werden Bootsruten von 1.80-2.50m in der Klasse bis 30lb. bestückt mit einer mittleren Multirolle und Senkgewichten von 200-1000g (je nach Tiefe, Drift, Strömung)
Köder zum Speedpilken
 mit freundlicher Unterstützung von Marcel B. alias Seewolf72
Auswahl an verschiedenen Ködern für die Angelei auf Pollack: oben links: Gummifische von 8-12cm, oben rechts: schlanke Wobbler zum Schleppangeln unten links: Pilker von 30-60g . unten rechts: Küsten-Wobbler und Blinker für die Angelei vom Ufer.
Seewolf Gestreifter Seewolf (lat. Anarhichas lupus) norw. Gråsteinbit Gefleckter Seewolf (lat.Anarhichas minor) norw. Flekksteinbit Blauer Seewolf  (lat. Anarhichas denticulatus) norw. Blåsteinbit 
Vorkommen: südl. der britischen Inseln bis zur Barentsee, Färöer Inseln, Island, Grönland, Ostküste Nordamerika, Kattegat. Er lebt auf Hartböden in Tiefen von 5-500m. Der Seewolf kommt mit 3 Arten in norw. Gewässern vor: Gestreifter Seewolf, Größe bis 140cm und einem Gewicht von 20kg; Gefleckter Seewolf mit bis zu 180cm Größe und 40kg Gewicht, sowie Blauer Seewolf, der bis zu 140cm und 20kg erreichen kann. In Westnorwegen ist für Angler lediglich der Gestreifte Seewolf von Interesse. Grund: der Gefleckte Seewolf lebt weiter nördlich und der Blaue Seewolf lebt im allgemeinen in tiefem Wasser meist ab 200-900m (selten flacher) und wird nur sehr selten gefangen. Der Seewolf
Dieser Gestreifte Seewolf war "Beifang" beim Spinnangeln (in 3m Wassertiefe gefangen)
wird auch als Karbonadenfisch, Katfisch oder „Steinbeißer“ bezeichnet (der eigentliche Steinbeißer lebt allerdings im Süßwasser und ist mit den Seewölfen nicht verwandt). Lebensweise: Der Seewolf ist ein Grundfisch und lebt auf steinigem Felsgrund oder Muschelgrund. Die Laichzeit ist von Oktober-Januar. Der Laichplatz wird vom Männchen bewacht, bis nach etwa 2 Monaten die Larven schlüpfen. Nahrung: Muscheln, Krebse, Seeigel, andere Schalentiere, gelegentlich Fische Beste Angelzeit: von März bis Juni. Frühjahrszeit ist Seewolfzeit. Köder: Fischfetzen, Krebs-und Muschelköder, Gummiköder, Pilker. Ein ebenso fängiger Köder ist ein Gewebestrumpf (im Sanitätshaus erhältlich), der mit zerkleinerten Muscheln, Schalentieren oder Fischstückchen gefüllt ist. Diesen formt man zu einem Golfball-großen Beutel und befestigt ihn am Haken. Angelmethoden: Beim Fischen auf den Seewolf ist es wichtig den Bodenkontakt zu halten. Das Blei kann dabei gerne  
                                                                                                                                              mehrmals den Boden unsanft berühren. So kann sich der Aufmerksamkeit der Tiere gewiss sein. Der Drill an sich gestaltet sich meist unspektakulär. Aber wenn die Wölfe das Wasser verlassen winden sie sich schnell um ihre eigene Achse und beißen nach allem, was ihnen vors Maul kommt. Also ist VORSICHT ist beim Umgang mit Seewölfen geboten, mit seinen Zähnen knackt er nicht nur Muscheln, sondern auch mühelos Finger! Ein gezieltes Angeln sehr schwierig und nur im Norden Norwegens sinnvoll.
  Gerät: Verwendet werden Bootsruten von 1.80-2.50m in der Klasse bis 30lb., bestückt mit einer mittleren Multirolle und Senkgewichten von 200-1000g
Fischfetzen im Gewebeschlauch
Seeteufel (lat. Lophius piscatorius) norw. Breiflabb Vorkommen: nordöstlicher Atlantik von der Küste Marokkos bis nach Norwegen und der Südküste Islands, aber auch auf den Azoren, im Mittelmeer, der Adria und Ägäis und im Schwarzen Meer. Größe/Alter: Bis 200cm und 50kg. Es wurde schon ein Alter von 24 Jahren nachgewiesen. Der norwegische Rekord von 57,5 Kilo wurde im April ‘96 im Fuglsetfjord (Sognefjord) von einem norwegischen Angler aufgestellt. Doch diese Fische können wesentlich größer werden. So fing ein norwegischer Berufsfischer aus Leknes, Hordaland (Westnorwegen) im Februar 2010 einen Seeteufel von 99,4 Kilo! Lebensweise: Der Seeteufel, auch Anglerfisch genannt, ist leicht an seinem großen Kopf erkennbar, der die Hälfte seiner gesamten Länge ausmacht. Seeteufel leben meist in küstennahen Gewässern in Tiefen bis zu 600m. Während der Laichzeit im Frühling können sie aber auch in Tiefen von bis zu 1800m hinab steigen. Der Seeteufel ist ein Lauerjäger. Er liegt regungslos auf dem Meeresgrund und hat eine Art ‘Angel’ (Illicium) auf dem Kopf. Das ist eine gute Methode ohne viel Anstrengung an die vermeintliche Beute zu gelangen, die durch plötzliches Aufreißen des riesigen Mauls eingesaugt wird. Seeteufel schwimmen manchmal auch pelagisch. In ihren Mägen wurden schon die Überreste von Seevögeln gefunden.
Nahrung: kleinere Fische. Große Arten verspeisen auch Langusten, Krebstiere und bewältigen auch größere, wehrhafte Beute, wie Aale, Knurrhähne, Rochen und sogar tauchende Seevögel. Köder: Pilker, Naturköder (Fische, Krabben, Würmer) Angelmethode: Der Naturköder oder Pilker muss hart am Grund geführt werden. Dabei sind langsame Bewegungen wichtig, denn der Anglerfisch ist kein schneller Jäger. Auch eine Fischfetzenmontage sollte man einige Sekunden an Grund ruhen lassen. Man muss schon fleißig den Boden abklopfen und das natürlich vorzugsweise in einem seeteufelfreundlichem Gebiet mit Schlamm- und Sandboden. Beim Drill reißen die Fische gerne ihr großes Maul auf, was einen enormen Widerstand mit sich bringt. Dennoch sind Seeteufel eher Glücks- und Beifänge. Ein geziehltes Angeln auf den "Einzelgänger" ist nahezu unmöglich. Seid beim Lösen des Hakens vorsichtig, er hat sehr scharfe Zähne!
Das riesige Maul sorgt für viel Widerstand beim Drill
Rotbarsch  Goldbarsch (lat. Sebastes marinus) norw. Uer   Kleiner Rotbarsch (lat. Sebastes viviparus) norw. Lusuer Blaumaul (lat. Helicolenus daktylopterus) norw. Blakjeft Tiefenrotbarsch (lat. Sebastes mentella) norw. Snabeluer Goldbarsch: Größe/Alter: Er ist der größte Verteter in norw. Gewässern und erreicht eine Größe von 1m und ein Gewicht bis 15kg (allerdings sehr selten). Er kann ein Alter von 60 Jahren erreichen. Der aktuelle norw. Rekord liegt bei 12,14kg (2013). Vorkommen/Lebensweise: Lebt bodennah an Steilabfallenden Kanten (Kontinentalhang), tiefliegenden Wracks, Bohrinseln, Korallenbänken in Tiefen von 100-500m (seltener auch tiefer). Im offenen Meer kommt er auch pelagisch (im Freiwasser) vor. Er ernährt sich vorwiegend von Krill, Garnelen (pelagische Krebse) und Fischbrut, größere Exemplare auch Kalmare (Kopffüßer) und Fische. In den Fjorden Süd-und Westnorwegens selten anzutreffen und deshalb für den Angler dort von geringer Bedeutung. Die Art ist sehr langsamwüchsig und gilt als überfischt.
Kleiner Rotbarsch: Größe/Alter: Er erreicht eine Länge von 50cm und ein Gewicht von 2kg (meist aber 20-30cm und unter 1kg, norw.Rekord 0,777kg). Vorkommen/Lebensweise: Er ist in ganz Norwegen recht häufig anzutreffen und lebt meist bodennah an steil abfallenden Kanten in Tiefen von 30-300m, meist zwischen 50-80m zu finden. Tritt in größeren Gruppen oder Schwärmen auf. Er ernährt sich u.a. von Krill, Garnelen und Fischbrut (Kleinfischen). Die Art ist langsamwüchsig und aufgrund der geringen Größe nur bedingt für Angler interessant (Räuchern). Größe/Alter: Das Blaumaul erreicht 40-50cm bei 1-2kg. Der norw.Rekord liegt bei 1,7kg (Langesund 2010).
Blaumaul: Vorkommen/Lebensweise: Das Blaumaul ist ebenfalls in norw. Gewässern recht häufig, ist aber allgemein viel tiefer zu finden als der Kl.Rotbarsch, meist erst ab 150m und kommt bis in Tiefen von über 1000m vor. Die Nahrung besteht u.a. aus tier. Plankton, Krebsen, Fischen und Kalmaren. Er ist gelegentlicher Beifang bei der Angelei auf Lumb in gr. Tiefen meist über Weichböden. Aufgrund der Wassertiefe und der geringen Größe für Angler kaum von Interesse. Tiefentotbarsch: Vorkommen/Lebensweise: Er erreicht eine Länge von 90cm (selten über 60cm) und lebt in einer Tiefe von 300-1000m. Norw. Rekord 1,059kg (2001). Verhalten und Biologie ähneln dem Goldbarsch. Für Angler kaum interessant.
Angelmethode: Benutzt werden spezielle Rotbarschvorfächer von 4-12m Länge bei denen p./m ein Haken von 3/0-10/0 eingeschlauft und mit einem Stück Leuchtschlauch versehen wird. Die Haken werden mit Fischfetzen (Hering, Makrele, Köhler) oder Garnelen (Reker) bestückt und mit Bleigewichten von 300-2000g (je nach Bedingungen) auf Tiefe gebracht.   Nach dem ersten Biß nicht gleich anschlagen, da oftmals noch weitere folgen. Da die Rotbarsche über Stacheln verfügen ist beim Umgang Vorsicht geboten, da sich die Stichwunden oft sehr schmerzhaft und langwierig entzünden
Lumb  (lat.Brosme brosme) norw.Brosme Vorkommen: Nordatlantik von Irland bis zur Barentsee, Norwegen, Island bis Westküste Grönlands. Hält sich in Tiefen von 70- über 1000m auf (in Nordnorwegen oft schon ab 30m). Größe/Alter: Der Lumb erreicht eine Länge von 130cm und eine Gewicht von 30kg, meist aber 50-80cm bei 2-7kg. Der Lumb erreicht ein Alter von mehr als 10 Jahren. Der norw. Rekord liegt bei 122cm und stattlichen 17,2kg (2008) Lebensweise/Nahrung: Der Lumb hält sich in Bodennähe sowohl auf Weich-als auch auf Hartböden auf (größere meist erst ab 150-200m Tiefe). Er ernährt sich von Krebstieren, Kopffüßern, Fischen, selbst Artgenossen. Die Laichzeit erstreckt sich von April-Juni (Abweichungen möglich). Fangmethode: Gefischt wird in den Fjorden mit Naturködern in Tiefen von 100-400m. Als Köder können Fischstücke oder ganze Fische (Makrele, Hering, Köhler, Rotbarsch u.a.), Kraken, Kalmare und Krebse verwendet werden. Das die Köder frisch sein müssen ist "Aberglaube". Wir haben mit Köhlerfilets die 2-3 Tage im Kühlschrank lagen, am besten gefangen.
Die Montage sollte so einfach wie möglich gehalten werden. Drahtseitenarm (V2A) 30-50cm, Doppelhakenvorfach mit Haken 8/0-12/0, Blei 500-1000g. Mehr ist nicht nötig. Der Biß kann sehr heftig, an anderen Tagen auch eher vorsichtig erfolgen. Nicht zu früh anschlagen! Erst wenn aus dem Zupfen ein stetiges Ziehen wird und die Rutenspitze zur Wasseroberfläche gezogen wird, ist der Anhieb zu setzen. Allgemein sind die Bisse recht heftig und es wird einem manchmal fast die Rute aus der Hand gerissen. Eine weitere Methode ist das Angeln mit Pilker. Man nimmt einen Stabpilker (300-1000g), entfernt evtl. den Drilling und tauscht den gegen einen Einzelhaken (je nach zu erwartendem Untergrund) und bestückt das ganze mit Fischfetzen oder Garnelen (halten oft schlecht am Haken). Der Pilker wird etwa 1-3m über Grund gehalten (meist sind Pilkbewegungen nicht nötig, das erledigt die Bewegung des Bootes). Der Lumb weist stellenweise starken Nemathoden- Befall auf (Fadenwürmer), deshalb sofort nach dem Fang kehlen, ausnehmen und waschen. Bei den in sehr tiefem Wasser gefangenen Tieren konnten wir 2011/12 kaum Befall feststellen.
oben links: Schlepprohr aus Messing  oben rechts: Doppelhaken-Vorfach unten links: Stabpilker 400g mit Einzelhaken 12/0  unten rechts: verschiedene Naturköderhaken
Rotbarschvorfächer 
Angelgerät: Bootsrute 160-200cm Schnurklasse 30-50 lb., Multirolle mit Schnurfassung von min. 400m 0.50er monofil. Geflochtene Hauptschnur 0.25-0.30mm (40-50lb.). Vorfachmaterial monofil 0.80-1.20mm. Leuchtschlauch 4-6mm. Haken von 8/0-12/0. Senkgewichte von 500-1000g. Das Mitführen eines Treibankers (Driftanker, Driftsack) kann hilfreich sein um die Driftgeschwindigkeit zu verringern. So kann gegebenenfalls das Senkgewicht verringert werden. In der Küche macht der Lumb eine recht gute "Figur", allerdings haben ältere Tiere ein recht grobfaseriges Fleisch (wird schnell zäh und trocken), deshalb sind die kleineren Exemplare (60-80cm) die bessere Wahl. Das Einfrieren über lange Zeiträume sollte ebenfalls vermieden werden. Von allen Dorschartigen Fischen hat der Lumb die mit Abstand dickste und zäheste Haut. Das merkt man schnell am "Stumpfwerden" des Filetiermessers.
119cm 19,25kg aus 200m Tiefe
Kleiner Rotbarsch
Dornhai (lat.Squalus acanthias) norw. Pigghå ACHTUNG: Absolutes Fangverbot seit 20.12.2010 ! Vorkommen/Lebensweise: Sein Zuhause ist die Nordsee, Ostsee, der Atlanktik, Pazifik und das Schwarze Meer. Sie leben in einer Tiefe von 50 bis 200 Metern und treten weltweit in gewaltigen Schwärmen auf. Seit den 1960er-Jahren sind die Bestände des Dornhais um mehr als 90 Prozent zurückgegangen. Größe/Alter: Dornhaie können über 20 Jahre alt werden und erst nach zehn Jahren sind sie geschlechtsreif. Die Weibchen sind dann etwa 75 bis 90 Zentimeter, die Männchen 60 bis 80 Zentimeter lang. Dornhaie erreichen ein Gewicht von bis zu 10 Kilogramm, selten darüber. Über das Höchstalter dieser Fische gibt es keine eindeutigen Aussagen, die Angaben schwanken von 70 bis zu über 100 Jahre. Nahrung: Zum Nahrungsspektrum der Dornhaie gehören hauptsächlich Fische wie Heringe, Dorsche und Hornhechte, aber auch Wirbellose wie Tintenfische, Krebse und sogar Seegurken und Quallen.
Aal (lat.Anguilla anguilla) norw. Ål ACHTUNG: Absolutes Fangverbot seit 01.07.2009 ! Vorkommen/Lebensweise: Der Europäische Aal ist in ganz Europa, Kleinasien und Nordafrika beheimatet. Weibliche Tiere werden mit 12 bis 15 Jahren geschlechtsreif, männliche bereits in einem Alter von sechs bis neun Jahren. Größe/Alter: Weibchen können bis zu 150 cm lang und 6 kg schwer werden, Männchen erreichen nur etwa 60cm Länge. Aale können in freier Wildbahn ein Alter von bis zu 50 Jahren erreichen. Nahrung: Aale sind insbesondere in der Dämmerung und in der Nacht aktiv. Sie ernähren sich vorwiegend von Würmern, (Klein-)Krebsen, Insektenlarven etc., aber auch von Fischlaich und Fischen. Kleinfische werden aktiv im Mittelwasser und an der Wasseroberfläche gejagt. 
Leng Leng (lat. Molva molva) norw. Lange Blauleng (lat. Molva dypterygia) norw. Blalange Größe/Alter: Der Leng kann eine Länge von 2m und ein Gewicht von über 50kg erreichen. Die durchschnittliche Fanggröße liegt bei 70-100cm und 2-5kg. Der aktuelle norw. Rekord liegt bei 46,7kg bei einer Länge von 182cm. (18.04.2012). Der Leng erreicht ein Alter von ca. 25 Jahren. Vorkommen/Lebensweise: Atlantik von der Biskaya bis Island, westl. Mittelmeer, Südküste Grönlands, Kattegat. Der Leng hält sich bodennah als auch pelagisch im Freiwasser auf. Er bevorzugt Hartböden, ist gelegentlich aber auch auf Weichböden zu finden. Desweiteren ist er häufig an Schiffswracks zu finden. Kleinere Exemplare findet man bereits in Tiefen von 10-60m, größere halten sich oft tiefer auf (100-400m) sind gelegentlich aber auch in geringer Tiefe zu finden. Die Laichzeit März-Juli in 100-200m Tiefe bei einer Temperatur von ca. 7°C. Nahrung: Der Leng ist ein Raubfisch. Er ernährt sich von Fischen, Krebsen, Kalmare. Neben dem Leng kommt in norw. Gewässern noch der Blauleng vor. Unterschiede zum Leng sind der deutlich dünnere Schwanzstiel, kürzere Kinnbartel, größere und sehr spitze Zähne, im Verhältnis zum Kopf sehr groß erscheinende Augen. Insgesamt ist er schlanker als der Leng. Er kommt meist in deutlich größerer Tiefe vor (200-1500m) und wird deutlich seltener gefangen als der Leng. Das Höchstalter liegt bei etwa 20-25 Jahren bei einer max. Größe von etwa 160cm und 20-30kg (norw.Rekord 16,05kg, 141cm - 1993 Trondheimsfjord). Über die Lebensweise ist recht wenig bekannt. Die Fangmethoden sind ähnlich wie beim Leng, doch ist der Blauleng meist erst ab 200-300m zu finden und im Gegensatz zum Leng hält er sich öfter über Weichböden auf.
Fangmethoden: Geangelt wird mit Naturködern die an Einzelhaken der Größe 8/0 - 12/0 angeboten werden. Als Köder eignen sich Hering, Makrele, Köhler und versch. Kleinfische wie z.b Stintdorsch. Die Makrele und Hering sind relativ weich und sollten mit Gummiband oder Draht am Haken gesichert werden. Das Vorfachmaterial sollte min. 0.80mm, besser ab 1mm Durchmesser haben, sonst könnte es während des Drills durchgescheuert werden. Bei der Verwendung von Circle Hooks (Kreishaken) ist darauf zu achten das kein Anhieb gesetzt wird, da sich der Fisch selber hakt. Eine weitere Möglichkeit ist es einfach den Drilling eines Pilkers mit Fischfetzen oder Garnelen zu bestücken und diesenmit gelegentlichen Pilkbewegungen über Grund zu führen. Allerdings birgt diese Methode eine gewisse Hängergefahr die durch den Tausch des Drillings gegen einen Einzelhaken etwas gemildert wird. Desweiteren wurden schon Lengs auf Beifänger, Pilker und Gummifische gefangen.
Leng von 115cm und 7kg gefangen in 180m über schlammigem Grund auf Seelachsfilet
Angelgerät: Das verwendete Gerät ist abhängig der Wassertiefe zu wählen: bis etwa 50m kommen Pilkrute und leichte Bootsruten mit einem Wg. Von 100-300g zum Einsatz. Sowohl Multi- als auch Stationärrollen können verwendet werden. Die Schnurfassung sollte etwa 200m 0.40er monofil betragen. In diesen Tiefen können monofile und geflochtene Schnüre zum Einsatz kommen (wegen des besseren Köderkontaktes ab 30m besser geflochtene Schnur). Schnurstärke monofil 0.40-0.50mm, geflochten 0.15 - 0.20mm, Tragkraft etwa 8 - 12kg. Bis etwa 100m kommen Bootsruten der 20lb.- Klasse zum Einsatz mit einer mittleren Multirolle (Schnurfassung min. 200m 0.50er monofil). Als Schnur sollte dabei eine geflochtene Schnur von 0.17 - 0.20mm und einer Tragkraft von 10-15kg verwendet werden. Ab einer Tiefe von über 100m kommen ausschließlich kräftige Bootsruten der 30-50lb.- Klasse zum Einsatz, dazu große Multirollen mit einer Schnurfassung von min. 400m 0.50er monofil und einer Übersetzung ab etwa 1:3. Als Schnur kommt dann ausschließlich geflochtene zum Einsatz. Der Durchmesser sollte 0.20-0.30mm (Tragkraft 15-25kg) betragen.  
verschiedene Ködermontagen
  Als Haken kommen je nach Tiefe und zu erwartender Fischgröße Naturköder- oder Wallerhaken in 6/0 - 12/0 zum Einsatz. Wir verwenden grundsätzlich keine rostfreien Haken, weil diese bei einem Abriß oft sehr lange in Maul oder Rachen des Fisches verbleiben und  bei der Nahrungsaufnahme hinderlich sind. Ich habe selbst einen Leng gesehen der 6 Vorfächer im Schlund hatte und dadurch nicht mehr schlucken konnte. Er wog bei einer Länge von 189cm! nur noch 23,5kg. In gutem Ernährungszustand hätte er sicher über 50kg auf die Waage gebracht. Man sollte also ein wenig Achtung der Kreatur gegenüber aufbringen und nicht mit übertrieben leichtem Gerät fischen.
Leng, 76cm, gefangen auf einen 7cm Gummifisch in gerade mal 10m !!! Wassertiefe
Wittling Wittling (lat. Merlangius merlangus) norw. Hvitting Vorkommen: Nordatlantik, Nordsee, Kattegat, westl. Ostsee. Wittlinge leben küstennah bis in etwa 200m Tiefe. Größe/Alter: Wittlinge erreichen eine Länge von 80cm bei etwa 3,5kg und werden ca.20 Jahre alt. Die Durchschnittsgröße liegt bei etwa         25-40cm. Aktueller norw.Rekord: 3,115 kg 10.06.1997 Romsdalsfjorden.                                           Lebensweise/Nahrung: Wittlinge halten sich meist bodennah in Schwärmen auf.                                             Größere Exemplare sind oft auch im Freiwasser in der Nähe von Fischschwärmen (Hering,                                         Sprotte, Makrele, Köhler) zu finden. Erwachsene Tiere ernähren sich hauptsächlich von Krebsen Garnelen,                  Würmern und Kleinfischen. Die Laichzeit ist im Frühjahr, einige Bestände laichen auch ganzjährig. Angelmethoden: Hauptsächlich wird in Wassertiefen von 30-100m über Weichböden mit Naturködern geangelt. Dazu können leichte Naturködersysteme mit Haken von 3/0-5/0 an min. 0.40-0.50mm mono. Vorfach verwendet werden. Alternativ kann man auch ein stabiles Makrelensystem benutzen, allerding sollte man 2 der üblichen 5 Haken entfernen. Als Köder kommen Garnelen (Reker) oder kl.Fischstücke (3-5cm) zum Einsatz. Gerät: Schwere Spinn-oder leichte Pilkrute mit einem Wg. bis etwa 200g, dazu Stationär- oder Multirolle mit eine Schnurfassung von min. 200m 0,35mm monofil. Die beköderte Montage wird mit Senkgewichten von 100-200g zum Grund (30-70m im Schnitt) abgelassen und dann kurz über Grund gehalten. Pilkbewegungen sind nicht nötig! Erfolgt nach wenigen Minuten kein Biß, wird die Montage Stück für Stück nach oben geholt bis der Schwarm (sofern vorhanden) gefunden ist, denn Wittlinge halten sich auch teilweise im Mittelwasser auf.
Blauer Wittling  (lat. Micromesistius poutassou) norw. Kolmule Vorkommen/Lebensweise: Nordatlantik (Nordafrika-Grönland) Nordsee, Kattegat,  westl.Mittelmeer. Der Blaue Wittling lebt in Tiefen von 100- über 1000m (meist zwischen 150 - 500m) oft am Kontinentalhang. In denFjorden ist er meist an Steilhängen in Tiefen von 150-300m anzutreffen. Nahrung: Er ernährt sich von tierischem Plankton, dem er auf dessen Vertikalwanderungen folgt. So hält er sich tagsüber im tiefen und nachts in flacherem Wasser auf. Bedingt durch die geringe Größe und der Tatsache das sich die Fische meist in größeren Tiefen aufhalten ist der Blaue Wittling für Angler nur von geringem Interesse. Größe: Der Blaue Wittling erreicht eine Länge von etwa 50cm (selten mehr als 30cm) bei einem max. Gewicht von ca. 1kg. Der norw.Rekord liegt bei 0,932 kg Eidangerfjorden 20.02.2011.  
Wittling, 74cm und 5Pfd., gefangen in 40m Tiefe
  Schellfisch (lat. Melanogrammus aeglefinus) norw. Hyse  Vorkommen: Nordatlantik (Biskaya, Nordsee, Barentsee), nördl. Ostsee, Nordostküste der USA, Island, Südküste Grönlands. Größe/Alter: Der Schellfisch erreicht eine Länge von gut 100cm bei einem Gewicht bis 15kg. Allerdings sind solche Fische sehr selten. Die durchschnittliche Fanggröße beträgt etwa 40-60cm bei 1-2,5kg. Der aktuelle norwegische Rekord liegt bei 105cm und 9,25kg gefangen am 06.02.2013 im Dalsfjord/Westnorwegen. Schellfische werden etwa 20 Jahre alt.                                       Lebensweise/Nahrung: Schellfische leben bodennah, meist über Weichböden, in Tiefen von 10-200m. Die Laichzeit erstreckt sich von März-Juni und findet in sehr salzhaltigen Bereichen in Tiefen von 50-150m bei 5-7°C statt.
Dieser Schellfisch war Beifang beim Rotbarschangeln in 80m Tiefe.
Die Nahrung sind Bodentiere wie z.b Krebse, Muscheln, Seesterne, bei größeren Exemplaren auch Kleinfische. Fangmethoden: Der Schellfisch wird häufig über Weichböden in 10-100m meist dicht über Grund mit Naturködern gefangen. Als Köder dienen Garnelen, Herings- oder Makrelenstücke, wo vorhanden Watt-und Seeringelwürmer, Schnecken (z.b Kreiselschnecken, findet man bei Ebbe an Felsen und Steinen) und Tintenfischstücke. Angelgerät: Pilk-und Bootsruten mit einem Wurfgewicht bis 300g mit Stationär- oder Multirolle sind ausreichend. Als Schnur wird fast ausschließlich geflochtene in mit einer Tragkraft von 10-15kg zum Einsatz (bis etwa 50m Tiefe kann auch monofile verwendet werden). Zum Fang kann z.b ein verkürztes Rotbarschvorfach mit 2-3 Haken in der Größe 3/0 - 6/0 verwendet werden.Das Ganze wird mit Senkgewichten von 200-500g auf Tiefe gebracht. In Nordnorwegen werden Schellfische auch oft auf Pilker gefangen. 
 Auch kleine Twister und Gummifische von etwa 7-10cm bringen Erfolg, sollten aber nicht zu schnell geführt werden.
Meerforelle  (lat. Salmo trutta) norw. Sjøørret   Vorkommen: Küsten Europas von der Biskaya bis Norwegen,Ostsee. Größe/Alter: Die Meerforelle erreicht eine Länge von 130cm und ein Gewicht von gut 20kg. Die durchschnittliche Fanggröße liegt bei 40-60cm bei 1-2 kg.Der aktuelle norw.Rekord liegt bei 13,2kg und 103cm aus dem Jahre 1975. Meerforellen erreichen ein Alter von ca. 14 Jahren. Lebensweise/Nahrung: Anadromer Wanderfisch der das Süßwasser zur Eiablage aufsucht. Die Jungfische verbleiben dann  ein oder mehrere  Jahre in den Flüssen und wandern dann ins Meer. Dort nehmen sie sehr schnell an Gewicht zu um dann nach 4-7 Jahren erneut die Flüsse zum Laichen aufzusuchen. Die Hauptnahrung der Meerforelle besteht aus Garnelen, Insekten und kl. Fischen wie Hering, Sprotte oder Sandaal. Angelmethoden: Spinnfischen,Fliegenfischen,Naturköderfischen (selten,gelegentlich Beifang beim Brandungs-und Plattfischangeln.   Gerät: Spinnrute 240-300cm Wg. 10-50g ,Stationärrolle mit einer Schnurfassung von min. 200m 0.20mm mono. und einer gefl.Schnur von 0.10-0.15mm oder einer monofilen von 0.25-0.30mm. Angelplätze: In der Nähe von Süßwassereinläufen, Küstenabschnitte/Strände mit Mischgrund (Leopardengrund), ströhmungsreiche Zonen (Straumen), Freiwasser in Tiefen von 1-20m. Beim Angeln an Flußmündungen sind die Sperrzonen zu beachten! (vor Ort informieren) Köder: Blinker, Küstenwobbler, Fliege, Naturköder (Garnelen, Fischfetzen, Sandaal, Würmer). Weitere Methoden: Schleppangeln (siehe Thema Lachs)
Klassische Meerforellenköder
Atlantischer Lachs (lat. Salmo salar) norw. Laks Verbreitung: Nordatlantik (Ostküste Nordamerika, Grönland, Island, Norwegen, Britische Inseln bis zur Biskaya, Ostsee) Größe/Alter: Lachse erreichen eine Länge von 150cm und ein Gewicht von 50kg (allerdings sehr selten). Die durchschnittliche Fanggröße liegt bei 60-80cm und 2-5kg. Aktueller IGFA-Rekord ist ein Fisch von 35,89kg aus dem Tana Fluß in Norwegen aus dem Jahr 1928 (01.01.1928). Lachse verbringen das erste Jahr im Fluß (selten auch 2 Jahre). Mit 10-20cm Länge wandern sie ins Meer, wo sie sehr schnell wachsen. So kann ein Lachs mit 4 Jahren bereits über 1m Länge und über 15kg Gewicht aufweisen (ein mit 20cm markiertes Exemplar wurde nach 3 Jahren wiedergefangen und brachte gut 23kg auf die Waage). Bedingt dadurch das viele Lachse nach dem Ablaichen bzw. dessen Folgen (Strandung, Pilzinfektionen u.s.w) sterben werden die Tiere selten älter als 10 Jahre.
Lachs von 8 Pfd. vom Ufer aus gefangen
Lebensweise/Nahrung: Erwachsene Exemplare leben als Einzelgänger oder in kleinen Gruppen oberflächennah (pelagisch) im Meer und ernähren sich hauptsächlich von Garnelen, Heringsfischen und Sandaalen.
Fangmethoden: Spinnangeln, Fliegenfischen, Schleppangeln, seltener Naturköderangeln Angelgerät: 1. Spinnfischen: Rute 2,70-3,00m WG.bis 100g mit Multi-oder Stationärrolle der Größe 5000-6000. Schnur monofil 0.35-0.40mm oder geflochten 0.17-0.20mm. Als Köder werden Blinker, Wobbler, schwere Spinner verwendet. 2.Schleppfischen:Rute 10-20 lbs. mit Multirolle (Schnurfassung min. 200m 0.40mm mono.). Als Köder kommen meist spezielle Blinker mit diversen Tauchhilfen 
Schleppblinker mit Schleppblei    Blinker für die Angelei vom Ufer
(Schleppbleie, Tauchscheiben u.s.w) zum Einsatz. Auch Wobbler können verwendet werden (Tauchtiefe 3-10m). Diese werden im Abstand von 20-30m bei einer Geschwindigkeit von etwa 2-3kn.hinter dem Boot geschleppt (ohne weitere Tauchhilfen).
Heilbutt (lat. Hippoglossus hippoglossus) norw. Kveite (Helleflyndre) Vorkommen: Nordatlantik (französische Westküste-Barentsee, Island, Grönland, Ostküste USA), Nordsee, Kattegat Größe/Alter: Der Atlantische Heilbutt erreicht eine Länge von 300cm bei einem Gewicht von 400kg. Allerdings sind Exemplare von 200kg schon selten und dann über 30 Jahre alt. Das Höchstalter wird mit etwa 50 Jahren angegeben. Der aktuelle norw. Rekord liegt bei 223kg bei 256cm Länge aus dem Jahr 2011. Mit Langleinen und Netzen wurden jedoch noch größere Exemplare gefangen. Das schwerste vom Meeresinstitut in Bergen gelistete Exemplar wog 333kg. Lebensweise/Nahrung: Der Heilbutt lebt in Wassertiefen von 10-1000m. Er ist ein aktiv umherstreifender Bodenfisch der gelegentlich aber auch in den oberen Wasserschichten anzutreffen ist. Die Nahrung besteht bei Jungfischen aus Garnelen und kl. Bodenlebewesen, größere Exemplare sind gefräßige Raubfische und ernähren sich von Fischen (Heringe, Dorsche, Lodden), Kopffüßern und Krebsen. Die Geschlechtsreife erreicht der Heilbutt mit 7-18 Jahren. Die Laichzeit ist je nach Region unterschiedlich (Nordsee Feb.-Mai, Island Juni-Aug.). Aufgrund der späten Geschlechtsreife und des langsamen Wachstums können Heibuttbestände schnell Zeichen von Überfischung zeigen. Neben dem Heilbutt kommt noch der                                         Schwarze Heilbutt (lat. Reinhardtiushippoglossoides) in Norwegen vor. Dieser erreicht selten                                         mehr als 120cm bei 30kg Gewicht (max.140cm bei 40-50kg, meist aber 60-80cm bei 3-6kg).                                         Er ist meist ab einer Tiefe von 200-500m zu finden und wird selten mit der Angel gefangen.                                         Gerät: Aufgrund der Größe der zu erwarenden Fische sollte das Angelgerät nicht zu schwach                                         ausfallen. Ruten von 20-30lb. und stabile Multirollen mittlerer Größe kommen zum Einsatz.                                         Dabei sollte die Bremse tadellos und ruckfrei funktionieren. Geflochtene Schnur ab 15kg                                         Tragkraft komplettiert die Ausrüstung. Bei der Zusammenstellung sollte unbedingt auf Qualität                                         geachtet werden, was auch auf die Auswahl der "Kleinteile" wie Wirbel, Haken u.s.w zutrifft.                                         Köder: Es werden hauptsächlich große Gummifische ab 15cm verwendet, aber auch Pilker und                                         ganze Köderfische (Köhler von 20-40cm) sind möglich.
Makrele (lat. Scomber scombrus) norw. Makrell Vorkommen: Nordatlantik (Nordafrika bis Barentsee), Ostküste Nordamerika (USA, Kanada), Mittelmeer, südl.Teil Schwarzes Meer, Adria Größe/Alter: Länge bis 75cm Gewicht bis 4kg, durchschnittliche Fanggröße 25-30cm. Die Makrele erreicht ein Alter von max. 15-17 Jahren. Aktueller norw. Rekord ist ein Fisch von 71cm und 3,474kg aus dem Jahr 1997 (Stolefjorden), ein weiterer Fisch von 3,7kg wurde nicht offiziell bestätigt. Lebensweise/Nahrung: Pelagischer Schwarmfisch der Oberflächenzone der in zwei Bestände aufgeteilt ist (östl. Nordseemakrele, westliche Makrele). Makrelen treten meißt in großen Schwärmen von mehreren tausend Tieren auf. Die Nahrung besteht vorwiegend aus tierischem Plankton und Kleinfischen (Sprotten, Sandaale, Jungfische, Brut). Den Winter verbringen Makrelen in tieferen Gewässern nahe dem Boden wo sie keine Nahrung aufnehmen und beginnen ab dem Frühjahr wieder mit der Nahrungsaufnahme. Aus diesem Grund schwankt auch der Fettgehalt der Makrele von 3% am Ende des Winters und bis 30% in Spätsommer/Herbst.
Fangmethode: Der Fang von Makrelen ist nicht besonders schwierig, allerdings müssen die Fische vor Ort sein und es ist entscheidend, welche Art von Nahrung gerade bevorzugt wird. So kann es sein, daß man Makrelen mit weit aufgerissenem Maul durchs Wasser ziehen sieht, aber herkömmliche Köder, wie Paternoster, Blinker oder kleine Pilker ignoriert werden. In diesem Falle filtern die Fische tierisches Plankton aus dem Wasser und sind allenfalls mit kleinsten Fliegen und Fliegenrute (Klasse 4/5) zu fangen. Ansonsten kommen Blinker, kl.Pilker, Gummifische und Twister bis 7cm und Makrelenpaternoster zum Einsatz. Auch mit Pose und Fischfetzen kann die Makrele beangelt werden. Ein Boot ist für die Makrelenangelei nicht zwingend notwendig, da sich die Fische in der Hauptsaison (Juni-September) oft in
Einfach und effektiv: schlanke Blinker von 15-3
Ufernähe aufhalten.
Makrele 58cm, 1,8kg
Gummifische mit Einzelhaken
Seehecht (lat.Merluccius merluccius) norw. Lysing Größe/Alter: Der Seehecht erreicht eine Länge von 130cm bei einem Gewicht von 15kg. Er erreicht ein Alter von 20 Jahren. Aktueller norw. Rekord 11,96kg 119cm, gefangen im Hjeltefjord 2012. Verbreitung: Ostatlantik von Nordafrika bis Nordskandinavien (Island, Grönland), Mittelmeer, Nordsee. Lebensweise/Nahrung: Pelagischer Schwarmfisch. Hält sich vorwiegend in Wassertiefen von 70-400m auf, ist zeitweise aber auch in relativ flachem Wasser (10-30m) zu finden. Erwachsene Tiere ernähren sich vorwiegend von Fischen (Hering, Makrele, andere Dorschartige) und Kopffüßern (Kalmare) denen sie auf ihren Wanderungen (tagsüber in größeren Tiefen, in der Dämmerung und nachts oberflächennah) folgen. Die Laichzeit erstreckt sich von Dezember -Juli. Angelmethode: Der Seehecht wird vorzugsweise mit Naturködern wie z.b Hering und Makrele beangelt, doch sind auch Fänge mit Pilkern und Gummiködern möglich. Seehechte halten sich tagsüber in Grundnähe und Mittelwasser auf, sind bei Dunkelheit aber auch oberflächennah zu fangen. Die Angeltiefe liegt meist bei 30-100m. Zum Einsatz kommen herkömmliche Naturködermontagen mit Haken der Größe 6/0 - 10/0 (beim Einsatz ganzer Köderfische auch darüber) die mit Fischstücken, ganzen Fischen oder Kalmaren bestückt werden. Ruten der 20 lb. Klasse sind dabei völlig ausreichend, dazu eine mittlere Multirolle mit einer geflochtenen Schnur mit 10-15kg Tragkraft. Wichtig ist ein ausreichend dickes monofil Vorfach von etwa 1mm Durchmesser, denn der Seehecht hat kräftige Zähne. Beim Biß sollte nicht übereilt angeschlagen werden.

Angel-Tour nach Voksa, Sande, Møre og Romsdal, Norge - 13.09.-22.09.2013

Meeresgetier Freibeuter Vier auf großer Norwegen- Fahrt Meeresgetier