Reisebericht der drei lustigen Vier...
Anreise Voksa, der 1./2. Tag (Fr. 13. - Sa. 14.09.)
Auf’i mit G’brüll... Pünktlich um 12.00 Uhr Mittags sind wir, nachdem wir Gepäck-Tetris gespielt haben, bei herrlichstem Wetter in das Land der Wikinger und Trolle aufgebrochen. Die Anreise auf die Insel Voksa verlief ohne Zwischenfälle. An der Fähre in Hirtshals (DK) haben wir schon unsere Nachbarn auf Voksa getroffen - 2 nette Kerlchen aus dem Sachsenländle... Das lag aber wohl auch daran, dass wir an unserer Kostümierung erkannt wurden... Es folgte eine ruhige Fährfahrt über den Ententeich. Auf norwegischem Territorium haben wir in Lom einen kurzen Abstecher zur dortigen Stabkirche gemacht. Kulturprogramm -> check! Wir sind die insgesamt 1378km Fahrstrecke super durch gekommen, keine Staus, keine Verzögerungen - auch nicht an der Baustelle E6 - keine Zwischenfälle.
<- Und einen Elch gab es obendrein auch zusehen :-) Unser netter Vermieter Håvard war schon am Haus und bereitete das Boot vor. Nach der Übergabe von Haus & Hof sind wir noch zu einem kleinen Ausritt gestartet, um das Revier zu erkunden. Der klitzekleine Haken bei der Aktion: jeder durfte nur 1 Rute + 1 Köder mitnehmen. Dementsprechend fiel auch das Ergebnis aus: 2 kleine Makrelen kamen an die Oberfläche. Bei einem kleinen “polynesischen Perlentaucher” - es wurde nicht am Vodka gespart - und ‘nem Film - zum Glück habe ich welche mitgenommen, denn der hiesige und riesige 50” Flachmann in diesem unserem Hause zeigt nur heimisches Fernsehen - haben wir den Anreisetag ausklingen lassen. Die Soundanlage ist der Knaller! Kinoerlebnis pur!
Der 3.Tag (So. 15.09.)
Nachdem nun alle den Schlaf der Gerächten *ähm* der Gerechten beendet hatten, wurde erst einmal ausgiebig gefrühstückt und dann das Angel-Gerödel klar gemacht. Ausritt war angesagt. Rauf auf’s “Pferd” und raus auf die ruhige See. Wir sind bei bewölktem Himmel in den Rovdefjord gestartet und haben Echolot und Spulen auf Tiefe getestet. An einer interessanten Stelle vor’m Leuchtfeuer vor Sudesholmen kamen die ersten kleinen Zipperlein in der Rute. Makrelenalarm! Der erste Anhieb brachte 3 kleine Makrelen am Paternoster an’s Tageslicht. Gut, der Köderfisch wäre schon mal klar. Noch 2-3x abgelassen waren 15 weitere Verwandte in der Box. Motor an - neue Stelle, neues Glück. Vor Laupneset zeigte das Echolot Fischi, Fischi, Fischi... Angeln raus und ab, den Fahrstuhl in den Keller genommen. Das Zipperlein an Ede’s Rute war kaum spürbar. Ein kleiner roter Freund kam an die Oberfläche. Mein Zipperlein war da schon um so deutlicher. Rums, schon war die Rute krumm. Ich beförderte 3 Makrelen im XXL-Tarnanzug an die Oberfläche. Simon und Matzes Bastards von
Auf die abendliche Bootstour verzichteten wir aufgrund des aufgezogenen Windes und der aufgewühlten See. Morgen ist ja auch noch ein Tag. Neues Spiel, neues Glück... Simon hatte den größten Fisch gefangen und er bekam somit den Größter-Fisch-Gefangen-Pokal feierlich überreicht und damit war er fortan unser König.
Makrelen folgten auf dem Fuße. Die Größte hatte ein sportliches Maß von über 43cm. Neben 3 weiteren Rotbarschen, 1 Schelli, 1 Pollack und Matzes knutschmäuliger Lippfisch waren nur noch diese Riesenmakrelen die Beute. Das Abendessen war somit gesichert.
Der 4.Tag (Mo. 16.09.)
Heute früh bin ich als Erster gegen 7.00 Uhr hoch. Die anderen träumten noch so vor sich hin. Frei nach dem Motto: der frühe Vogel kann mich mal... bin runter an den Steg und habe mich im GuFi-Baden versucht. Kurbel kurbel kurbel und ... was war das? Ein zögerliches Zipperlein. Die Prion Inliner nimmt das sehr sensibel auf. Ups... zack Rute krumm. Man sollte es kaum glauben, aber diese Art des Fischens brachte doch tatsächlich 4 kleine Pollack in Küchengröße auf die Pier. Ein netter Zeitvertreib in den Morgenstunden... Als die anderen dann unter den Lebenden weilten, unternahmen wir nach einem üppigen Frühstück wieder einen kleinen Ausritt. Die Wetterlage hätte doch ein klein wenig besser sein können, aber ein leichtes Nieseln wurde von uns “wie ein Mann” aufgenommen. Was wir allerdings nicht wußten... es war das der Auftakt zu permanentem Dauerregen. Dennoch schipperten wir entlang der Kante in Richtung südöstlichsten Zipfel von Sandsøya (Voreholmane). Außer 4 nassen Ärschen - auch die von Ede und Simon in ihren gelben Friesen-Nerzen - war dieser Ritt eher von geringer, sprich keiner Ausbeute gezeichnet. Wir hatten aber die ganze Zeit schon so ein komisches Gefühl - irgendwie fühlten wir uns ständig unter Beobachtung. Ha! Entdeckt! Da is’er, der Hühnerschrecker! Ein Seeadler betrachtete interessiert das eigenwilliges Treiben der vier “Buntgefiederten” in der Nussschale...
Am Abend unternahmen wir noch eine kleine Rundreise auf und über die Nachbarinsel Sandsøya. Alles in allem ein nettes Fleckchen Erde. Matze, der ja noch nie in Norwegen war, ist begeistert von der grandiosen Natur und den krassen Gegensätzen.
Der 5.Tag (Di. 17.09.)
Was sich gestern abend schon abzeichnete... sollte sich heute bewahrheiten. Sonne satt! Bei herrlichstem Wetter und einer leichte Brise starteten wir früh morgens Richtung Ausgang Sandsfjorden. Wir hatten uns mit deepseahunter (Mario) zum Leng-Ziehen verabredet. Rechtzeitig am Treffpunkt angelangt, zogen wir erst einmal Köderfische. Doubletten, Dreier und sogar Vierer waren keine Seltenheit. Köderfisch satt. Als Mario & seine Kollegen eintrafen, hielten wir einen kurzen Smalltalk und ab ging weiter Richtung Meer. Am Morgen belächelten wir noch Ede’s Montage, zumal Mario meinte, man solle kleine Haken mit 10cm-Fetzen garnieren und den Außenbordskameraden in der Tiefe anbieten. Wir hielten uns an den Plan. Ede allerdings zog einen riesigen Oktopus auf und montierte den Köpf einer Makrele direkt darunter - was ein Monster von Köder... Gesagt, getan... runter mit dem Gerödel in Tiefe. Bei knapp 100m schlugen die Bleie in den Meeresboden ein. Es dauerte nicht lange, da hatte ich ein erstes Zupfen in der Rute. Anschlag! Nix! Doch da zuppelt doch immer noch was... Mittlerweile meldete Ede ebenfalls Kontakt. Seine Rute krümmte sich Richtung Meeresspiegel und er nahm es sich zur Aufgabe, den Kumpel an die Oberfläche zu befördern. Mittlerweile hatte auch Simon seinen Kapitalen an der Rute! Knappe 90 kg bei 173cm! Was ein Brocken. Nur leider zähle ich nicht in der Hall of Fame. Schade Simon. Ede meldete Vollzug! Ein Seehecht, der knapp an der Metermarke vorbei schrapte, lag vor unseren Füßen. Exakte Daten: 98cm; 5,3kg. Den kleinen Bruder beförderte er kurz danach an die Oberfläche (77cm; 3,5kg). Matzes kleiner Beifang: ein Köhler... Somit wurde Ede feierlich der Größter-Fisch-Gefangen-Pokal überreicht und er war somit unser neuer König.
Nach dem leckeren Grillen bei Sonnenschein auf der großzügigen Terasse mit Loungebereich brachte die Suche nach einer Tank- und Einkaufsmöglichkeit auf Sandsoya ein paar schöne Impressionen, nette Gespräche mit Einheimlichen, Schafen und deutschen Angelfreunden. Den abendlichen Ausritt starteten wir mit voller Motivation, vollem Elan, vollem Enthusiasmus, vollem Tank, voller Köderkiste und vollen Wasserflaschen Richtung Unterwasserberg Midtfjordfludene, nordwestlich von Voksa. Der Himmel hing voller Geigen und wenigen Wolken. Die Sonne schien uns aus’m A***. Zack, die Ruten klar gemacht und ab mit dem Krams in den Keller. Irgendwie hatten die Biester aber alle keinen Appetit. Aber was ist mit unserem Sättigungsgefühl, denkt da auch mal einer dran? Wohl eher nicht. Also habe ich dann voller Frust auf’s Pilken umgestellt, denn Naturköder waren wohl heute bei den Fischies nicht wirklich up to date. Das Rumgepilkere brachte aber nur einen ver(w)irrten Pollack mit gigantischen 43cm. Naja, wir haben ja noch etwas Vodka im Froster...
Der 6.Tag (Mi. 18.09.)
A new day in paradise... zumindest für einige hier... aber dazu später mehr. 06Hundert war Aufstehen angesagt. Stand up and fight! Und wieder begann der Tag mit leckerem Frühstück. Um 8 Uhr starteten wir die Maschine unseres Offshoregefährtes Richtung offenes Meer. Das Wetter war traumhaft, die See ruhig. Also ab zur Mündung des Sandsfjord. Unterwegs versorgten wir uns noch mit frischen Makarela, Makarela, oooooh Makarela...  *Hihi, kleine Flaxrakete! :-D Wenn wir gut weiter kommen, können wir es vielleicht später nochmal machen... Jedenfalls an der Stelle angekommen, wo Ede zich zu unserem König selbst gekrönt hatte, hielten wir für eine Gedenkminute inne. Ach, egal - ab in die Dunkelheit mit dem Köderweihnachtsbaum. Dieses Mal setze Matze auch auf Octopussys. Und er begann zu scherzen - Biss! Kein Scherz - er zog einen Seehecht an’s Tageslicht. Den kann ich mit folgenden Daten unterbuttern: 85cm und 6,8kg. Tja, damit bleiben die Krone, Zepter & Pokal in Ede’s Besitz und er ist weiterhin unser König. Eigentlich ist abgucken ja nicht erlaubt, aber Simon scherte sich einen Sch**ß darum und baute auch auf die Octopussys um. Und rums... Rute krumm. Treffer. Wieder mal hatte er mein Zeugs gehakt! Pech... Bei seinem nächsten Biss allerdings bog sich die Rute gen Oberfläche. Er hustete und prustete - und hatte Angst um seine Rute - und pumpte einen riesigen Seehecht in’s Boot. Oh, König Ede sah seinen Thron wanken. Und ja, Simon hatte am Selbigen gesägt. Die Messung dieses Ungetüms aus der Tiefe brachte stolze 1,03m bei satten 8,1kg. Es gab also einen neuen König. Und das Reigen sollte kein Ende nehmen. Matze und Simon beförderten weitere 5 Seehechte (bis 75cm) nach oben. Das sollte für einige Fischstäbchen reichen. Als Beifang gingen noch ein kleiner Pollack und 2 Räucher- Makrelen an die Haken. Ede und ich - wir blieben erfolglos. So hatten wenigsten zwei Leute a new day in paradise...
Am Abend haben Ede und ich noch einen kleinen Spaziergang entlang der Uferzone gemacht - im Gepäck zwei Spinruten und ‘ne Handvoll GuFi’s. Das Ergebnis dieses kleinen Ausflugs: 4 nasse Füße, 4 Pollacks und 1 kleiner Tang-Dorsch von 46cm. Ein mitternächtliches Pilken bei (Fast)Vollmond und mit ohne Wolken war leider eine sehr laaaangweilige Angelegenheit. Der kleine schwarze Pilker und die dunklen GuFi’s wollten so recht keinem Fisch munden. Aber auch ich will meinen großen Fisch, bevor man mich hier nachher noch hänselt oder gretelt...
Der 7.Tag (Do. 19.09.)
Was für ein Kaiserwetter! Sonne satt und das den ganzen lieben langen Tag. Ja, so läßt es sich leben. Ach ist das herrlich... Die Sonne... Die See... Die Berge... Die Wolken... Wolken? Na gut, keine Wolken... So, jetzt aber genug mit dem Herumgeschwelge. Wir sind ja schließlich auch zum Fischen hier. Für den heutigen Tag wollten wir ein neues Gebiet in Augenschein nehmen: den heiligen Unterwasserberg Midtfjordfludene... aummm... nordwestlich von Voksa. Also rein in die Klamotten und rauf auf den Tümpel!
       Kurz danach zappelte Ede herum: Sch**e Hänger! Ne’ - doch nicht. Oder?        Irgend etwas zerrte doch da am anderen Ende der Schnur. Nach kurzer Zeit        stand auch hier der glorreiche Sieger dieses ungleichen Kampfes fest und        auch gegen wen er so hartnäckig gekämpft hatte: ein Lumb von 66cm...        Lumpidumpididumm.        Leider brachte das Verweilen am Berg keinen weiteren Biss. Auch der Ausritt        weiter in Richtung Atlantik sollte ohne jeglichen Kontakt mit den Außenbords- kameraden bleiben. Also ging es erst einmal wieder gen heimatliche Gefilde... Und so kann sich Simon auch weiterhin (noch) königlich fühlen... Der Nachmittag war zur freien Gestaltung. Matze, Ede und Simon nutzen die Zeit für ein Nickerchen. Ich erkundete etwas die Insel und hab’ ein paar Würfe unter der Brücke nach Sandsøya getätigt. Leider war da nix zu holen. Also ging es zurück zum Haus und der Grill durfte dann ein paar Steaks für uns bräunen. Gestärkt ging es erneut an die Küste um ein paar GuFi’s zu baden. Matze fing beim Abendfischen seinen allerersten Seeteufel... in XXS-Format und auf unkonventionelle Weise: mit der Hand! Einige kleinere Pollacks, sowie eine Makrele konnten den GuFi’s nicht widerstehen. Beim Uferangeln zogen auch 2 Schweinswale dicht an uns vorbei ohne von uns Notiz zu nehmen. Nachdem an der Stelle nicht all zu viel passierte, wollten wir zurück zum Haus. Ich aber intervenierte und meinte zu Ede: lass uns doch noch ein paar Würfe an der ersten Anlaufstelle von gestern machen. Es dauerte nicht lange, da verirrte sich der erste brauchbare Küchen-Pollack an meine Rute. Nur 2 Würfe später ein etwas härteres Rucken... Anschlag sitzt! Doch was dann folgte war mir neu. Das Biest was da gebissen hatte nahm Schnur, aber richtig. Ich drillte weiter, doch es folgten immer wieder Fluchten. Das konnte doch nicht... nein... für einen kleinen Pollack waren der ganz schön wehrhaft. Doch ich gab nicht auf und zog einen 77cm Pollack mit 3,3kg an’s Ufer. Sir! Auch ich melde Vollzug! Mein Grinsen war nicht zu übersehen, denn ich war durch die bisher eher kleineren Fänge von Gram gebeugt. Aber für Freude war nicht viel Zeit, denn Ede legte doch tatsächlich mit einem 60er Pollack nach. Was folgte war das Filetieren bei Vollmond - wer kann das schon von sich behaupten je getan zu haben. Nach getaner Arbeit lassen wir den Abend genüßlich bei einer eiskalten Vodka-Schorle ausklingen. Mittlerweile sind wir schon bei 11 Fischarten, die uns an die Angel gingen: Makrele, Bastard-Makrele, Schellfisch, Rotbarsch, Lippfisch, Seehecht, Tang-Dorsch, Pollack, Leng, Lumb, Seeteufel... Morgen werden wir ja sehen, ob sich die Liste nicht doch noch erweitern läßt.
Nach einer ruhigen Überfahrt erklommen wir den besagten Unterwasserberg. Wir schraubten das Naturködergerödel dran und ab gingen die Bergsteiger... Kaum unten angekommen, hechelte Matze auch schon: ich hab’ einen! Ja, ‘ne - is’ klar! Spaß beiseite... Nix Spaß. Die Rutenspitze allerdings zuppelte sehr verdächtig und Matze kurbelte tatsächlich einen Leng mit 77cm den steilen Berg hoch. Tja, unser Norwegen-Neuling zeigt es den alten Hasen! Aber was für Start in den Tag. Weiter machen! NK scheint zu funktionieren.
Der 8.Tag (Fr. 20.09.)
Der heutige Tag sah anfangs gar nicht so pricklig aus. Die Wolken hingen tief, dennoch regnete es nicht. Also sollte heute nur eine Ausfahrt entlang des Rovdefjords folgen. Ede entschied für sich, heute mal im Haus zu bleiben und evtl. noch ein paar Würfe vom Ufer zu tätigen. Für diese Aktion überließ ich ihn meinen magischen Garantiert-Pollack-Fang-GuFi. Seine magischen Kräfte sollten sich bewahrheiten. Aber dazu später mehr... Matze, Simon und meine Wenigkeit fuhren hinaus bis Laupsneset. An der Spitze hatte wir Anfangs auch die Bastards und die kleinen Roten gefangen. Also starteten wir einen erneuten Versuch. Die Beiden ließen ihre Naturköderfetzen in die Tiefe. Da beginnt der Hamster zu humpeln: Matze mußte wieder einmal vorlegen - 2 kleine Köhler gingen an das System. Ich dagegen setze auf die Pilkerei. Schnell war ein schwarz-weißer Pilker montiert und raus das Teil... Gleich der 2. Wurf brachte einen brauchbaren Pollack an die Oberfläche. Ha, geht doch! Also wieder raus das Teil. Kaum unten angekommen... rums... Rute krumm. Ich beförderte einen 58cm Pollack an die Oberfläche. Der Rest der Ausfahrt, auch der Test an verschiedenen Stellen mit verschiedenen Ködern brachte nur Kleinkram wie Makrele und kleine Pollacks. Die meisten entließen wir wieder zurück in’s kühle Nass. Auch das Verweilen am Rovdebogen - ich wollte doch noch meinen Butt - brachte keine Überaschungen. Also ging es nach 6h wieder zurück in’s Urlaubsdomizil. Da erwartete Ede uns schon mit einem leckeren 2-Gänge-Fisch-Menü. Die Vorspeise war eine leckere Fischsuppe und als Hauptgang gab es einen Pollack-Auflauf mit Petersilienkartoffeln - essen wie Gott in Norwegen. Ach ja, zurück zu meinem magischen Garantiert-Pollack-Fang-GuFi. Der hatte wieder einmal zugeschlagen. Ede entriß einen 63cm Pollack den Fluten. Und das wieder als Ufer-Angler. Als Beifang gingen ihm noch 5 weitere Pollacks an die Rute. Er war von Land aus in 30 Minuten erfolgreicher wie wir, die mehrere Stunden bei doch echt brauchbarem Wetterchen draußen waren. Das mittlerweile allabendliche Pilken vom Ufer bei auflaufendem Wasser brachte eben noch 2 Pollacks und einen klitzekleinen Dorsch, der die Freiheit geschenkt bekam. Dennoch ein erfolgreicher letzter Angeltag. Nach dem heutigen Tag kommen wir somit auf 13 verschiedene Fischarten: Makrele, Bastard-Makrele, Lumb, Leng, Schellfisch, Rotbarsch, Lippfisch, Seehecht, Dorsch, Tang-Dorsch, Pollack, Köhler, Seeteufel...
Abreise, der 9./10. Tag (Sa. 21. - So. 22.09.)
Der Tag der Heimreise ist gekommen. Irgendetwas ist ja immer... *Ähm, hier *ähm, wie heißt der noch gleich... *aah Matze... - was nutzt einem der Name, wenn einem das Gesicht nicht einfällt - und ich wollten heute früh eigentlich noch ein paar Würfe vom Ufer machen, aber das hiesige Wetter ist dem nicht wirklich zuträglich. Es regnet und stürmt. We are not amused... Dennoch haben wir insgesamt eine wirklich tolle Woche bei super Wetter gehabt. Die Anreise war regnerisch, die Abreise auch. Was will man mehr. Dazwischen war eine Woche mit viel Sonne und wenig Wolken im Mix. Perfekt.
Gestern haben wir noch das Boot gereinigt, heute noch eben den Katen durchgewienert und dann haben wir gegen 16 Uhr diesen wundervollen Ort verlassen... Leider. Jeder von uns wäre gerne noch etwas länger geblieben. Das Haus ist auch die kommende Woche noch frei und wir wären uns mit Håvard sicher einig geworden, aber das werden unsere Arbeitgeber mit gemischten Gefühlen aufnehmen. Zu guter Letzt hier auf der Insel Voksa haben wir dem Håvard als kleines Dankeschön eine Flasche “Roter Erik”-Bier überreicht. Das Bier stammt von einer kleinen Wismarer Brauerei und war zur Hansezeit besonders in Skandinavien beliebt. Dann wird ihm sicher munden. Mit ordentlich Rückenwind im Gesicht ging es auf die Heimreise. Kaum unterwegs, kamen wir in den ersten Stau. Ein Rudel Schafe war wohl auf der Jagd nach saftigem Grün, belagerte die Straße und ließ sich nur widerwillig zum Verlassen der Selbigen bewegen. Kaum hatten wir wieder Fahrt aufgenommen, kam gleich die nächste Herausforderung: eine Kuh! Nach Crocodile Dundee-Manier wurde auch dieses Problem von uns schnell gelöst. O’zapft is! - was ‘ne orale Spasme - selbst in Westnorwegen wurde heute das Oktoberfest gefeiert - in Bismo kamen uns viele junge Menschen in bayrischen Trachten entgegen und die Stadt war in blau/weiß geschmückt. Der Rest der Reise war ohne jegliche Zwischenfälle. Selbst die Dauerbaustelle E6 passierten wir ohne größere Verzögerungen. Nach 26h doch sehr kurzweiliger Fahrt sind wir nun wieder bei unseren Lieben daheim angekommen.
          Der Kampf um’s Meeresgetier birgt auch immer wieder Verluste, dennoch hielten      die sich auf diesem Schlachtfeld in Grenzen. Wir mußten nur Ede’s Super-Duper-      Riesen-Octopussy, eine NK-Montage von Simon, der auch noch einem selbst      gegossenen Blei nachweinte und ein NK-Gerödel von Matze dem Meeresboden      überlassen. Ich hingegen winkte nur einem GuFi hinterher, der bei einem wirklich      sportlichen Wurf seine Chance zur Freiheit witterte und auch nutzte. Ein weiterer      hielt sich krampfhaft am Grund fest und ließ sich nicht zum Loslassen bewegen. Fazit: Alles in allem war es eine wirklich tolle Woche mit Freunden. Wir hatten unendlich viel Spass, es gab tolle Eindrücke, jeder von uns hatte “seinen” Big-Fisch und wir haben gleich wieder beschlossen, bald das nächste gemeinsame Norwegen-Abenteuer zu bestreiten. Wir Vier kennen uns zwar schon einige Jahre, aber das war der allererste gemeinsame Urlaub und wir würden es jederzeit wieder tun. Mal sehen, wo es uns als Nächstes hin verschlägt. Vielleicht wieder auf Voksa oder an den Roms oder auch Dalsfjord... Jetzt ist der Drops endgültig gelutscht und ich danke allen Lesern für die entgegengebrachte Zeit und hoffe es war eine kurzweilige Unterhaltung und ich übernehme keine Haftung für daraus resultierende gesundheitliche Spätfolgen. Euer Normen...
Least bust lost *ähm... bust least ... not ... *ähm ... zu guter Letzt ein paar unsortierte Impressionen:
Und noch ein Filmchen mit ein paar kleinen Videosequenzen:
von Anfang an Dies und das Meeresgetier Drumherum Bebildertes zu guter Letzt
© Boramaniac 2013 

Angel-Tour nach Voksa, Sande, Møre og Romsdal, Norge - 13.09.-22.09.2013

Bebildertes klick Freibeuter Vier auf großer Norwegen- Fahrt Bebildertes